Deutsche Meisterschaft
Lorsch 2008

Am 07. und 08. Juni standen die Deutschen Meisterschaften in Lorsch auf dem Plan. Am Samstagmorgen machte ich mich bei schönstem Sonnenschein auf den Weg nach Lorsch an der Bergstrasse.  Nachdem ich meine Startunterlagen entgegengenommen hatte musste ich noch zur Klassifizierung, da die Frage, B oder C Fahrer, noch nicht endgültig geklärt war. Wir vereinbarten dass mich der Klassifizierer beim Rennen genau beobachten wollte.

 

Es war meine erste Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften und genau so aufgeregt war ich auch. Um 15 startete der erste beim Einzelzeitfahren, weiter ging es im Minutentakt. Meine Startzeit war 16:14 Uhr und mit jeder Minute stieg auch mein Puls. Jeder Fahrer hatte ein Begleitfahrzeug voraus,  damit auch alles mit rechten Dingen zuging. Was ich nicht wusste ich hatte sogar zwei Begleitfahrzeuge, eines voraus und eines im Schlepptau mit dem Klassifizierer an Bord damit er mich auf den 11 Kilometern beobachteten konnte. Ich hatte mich gut auf dieses Wochenende vorbereitet und war mit meinem 36er Schnitt bis zur Wendemarke zufrieden. Was jedoch danach auf mich und alle nach mir fahrenden Handbiker zukam hätte keiner für möglich gehalten. Ich hatte bisher das Glück gehabt alle meine Rennen bei trockenem Wetter zu bestreiten, heute jedoch musste ich die letzten 5 Kilometer bei einem Unwetter bestreiten. Sintflutartiger Regen, Blitz und Donner alles war dabei, ohne die Warnblinkanlage des vorausfahrenden Begleitfahrzeugs hätte ich das Ziel nie mehr erreicht. Mit einer Zeit von knapp unter 20 Minuten war ich ganz zufrieden und konnte immerhin den 12. Platz belegen.

 

Für den Sonntag hatte ich mir für das 30 Kilometer Rennen mehr vorgenommen. Es ging auf einen 5 Kilometer langen  Rundkurs durch die Innenstadt von Lorsch. Zahlreiche Zuschauer feuerten uns beim Start an und die Meute zog los. Ich hatte einen guten Start erwischt und konnte gut mit der Führungsgruppe mitfahren. Der Kurs war nicht ohne, das Kopfsteinpflaster, die vielen großen Kanaldeckel und die enge 90° Linkskurve mussten in jeder Runde bewältigt werden, nicht jeder schaffte es ohne Blessuren. Frank Wirth kam mit seiner Hand in ein hinteres Laufrad von Norbert Koch, konnte jedoch das Rennen noch zu Ende fahren. Nach der dritten Runde legte die Führungsgruppe mit Norbert Koch an der Spitze noch einen Zacken zu. Dieses Tempo konnte ich nicht mehr halten und landete mit einem Rückstand von nur 3 Minuten 32 Sekunden auf dem 8. Platz.

Für mich war es ein erfolgreiches Wochenende, sowohl beim Einzelzeitfahren als auch beim Rennen und am Ende bekam ich noch die Bestätigung als B-Fahrer.