Düsseldorf Marathon 2009
Eigentlich hätte ich es doch aus den 2 bereits absolvierten Rennen in Düsseldorf wissen müssen. Der am Rhein gelegene Parkplatz für die Handbiker ist mit dem Navi kaum zu finden, da die Ordner schon recht früh alles um den Startbereich schließen und auch nicht wirklich bereit sind eine Absperrung mal eben ein wenig zur Seite zu rücken. Aber da wir sehr früh unterwegs waren und einige Verkehrsregeln nicht so wirklich beachtet haben sind wir doch noch auf den richtigen Parkplatz gekommen.
Startnummer abgeholt, Bike hergerichtet und ein wenig mit den anderen Bikern gequatscht. Keiner hat trainiert, alle sind schlecht drauf, haben schlecht bzw. gar nicht und heute gibst bestimmt eine scheiß Zeit.
Beim warm Fahren auf der abgesperrten Strecke gibt noch keiner die wahre Form bekannt. Hier wird ein wenig hin und her gefahren um die Muskeln auf den harten Wettkampf zu richten. Kurz noch mal die Strecke räumen für den Bambinilauf und dann sind die Handbiker dran, schon in der Startaufstellung gibt es das ein oder andere Gezeterte um die bessere Linie. Ein Teil der Fahrer wird vorgestellt und es gibt noch ein Mal ein wenig Musik zum Stimmung machen und ab geht die Post.
Wie schon in den vergangenen Jahren begleitet uns ein Begleitfahrzeug bis zum 3,2 Kilometer entfernten 180° Wendepunkt und gibt erst danach das Rennen frei. Wer denkt hinter dem Fahrzeug kann man sich ausruhen der hat sich in den Finger geschnitten, man sollte schon über 40 km/h fahren um noch einigermaßen dabei zu sein. Nach der Wende konnte man schon sehen wie weit sich das über 50 Fahrer große Feld schon auseinander gezogen hatte. Ich fuhr in einer 6 Fahrer großen Gruppe und schnell zeigte sich dass wir gut zusammen passten um die Geschwindigkeit hoch zu halten. Der Führungswechsel funktionierte einwandfrei und so konnte jeder Fahrer für die Gruppe arbeiten und auch sich im Windschatten wieder ein wenig erholen, soweit man das bei einem Rennen überhaupt kann. Die Brücke über den Rhein aus dem letzten und auch vorletzten Jahr war immer noch da. In diesem Jahr tat sie nicht mehr so weh, da ich doch ein wenig mehr trainiert hatte als in den beiden Jahren zuvor. Wie auch schon in Hamburg konnten wir meinen ehemaligen Teamkollegen Ulli auf der Strecke auflesen, er konnte leider das Tempo in der ersten Gruppe nicht auf Dauer mithalten. Unsere Gruppe kam mit dem neu hinzugewonnenen Coach nicht wirklich klar und so kam es zu dem ein oder anderen lauten Wortgefecht aus dem ich mich lieber raus hielt und mich als vorletzten in die Gruppe einband um für Wolfgang Schattauer das ein oder andere Mal guten Windschatten zu geben. Wie auch in den vergangenen Jahren waren auch in diesem Jahr die Straßenverhältnisse für unsere Bikes äußert schlecht, viele Straßenbahnschienen galten zu überqueren und wir mussten auch teilweise parallel zu diesen fahren, wenn du da mal kurz nicht aufpasst fährst du rein und kommst ohne fremde Hilfe nicht wieder raus. So wie es Peter einem österreichischen Fahrer aus unserer Gruppe passiert ist. Mir blieb es nach der letzt jährigen Erfahrung in diesem Jahr zum Glück erspart.
Am Ende stand nach auf meiner Pulsuhr eine Zeit von 1:18:28, immerhin 6 Minuten schneller als im letzten Jahr, mit einem Durchschnittspuls von 171 Schlägen pro Minute. Es reichte für den 8. Platz.
Und auch bei denen die nicht trainiert hatten und schlecht drauf waren, schlecht oder gar nicht geschlafen hatten war die Zeit doch besser als erwartet.
Für mich gilt die Strecke mit ihren vielen Kurven und auch den immer wiederkommenden Steigungen und die zusätzlichen Schikanen durch Straßenbahnschienen und nicht zu vergessen die nicht immer aufmerksamen Ordner, als sehr anspruchsvoll.
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