Hamburg Marathon 2009
Im letzten Jahr konnte ich beim Hamburg Marathon eine 1:21:51 erreichen. Meine Vorgabezeit für 2009, die ich mir selbst gesetzt hatte, sollte unter 1:20:00 sein.
Mein Bike machte ich am Vorabend fürs Rennen fertig, Laufräder fürs Rennen montieren, Luft aufpumpen, Kette ölen und noch ein paar Kleinigkeiten überprüfen. Nach einer ruhigen Nacht und einem kleinen Frühstück musste ich feststellen dass an meinem Bike der vordere Reifen platt war, obwohl noch genug Zeit blieb, kam ein wenig Hektik auf. Neuen Reifen mit neuem Schlauch montiert, aufgepumpt und schon war alles im Lot. Die anderen Fahrer die auch im Etap an der Reeperbahn gebucht hatten, trudelten langsam ein und auch hier verlief nicht alles so wie es sein sollte. Beim Luftüberprüfen drehte Klaus den kompletten Ventileinsatz raus und der Reifen war auch hier platt. Nach ein paar Ratschlägen von den anderen konnte er jedoch den Reifen wieder aufpumpen. Wir machten uns auf zur Strecke um uns vor dem Start noch warm zu fahren. Hierbei bemerkte ich eine kleine Beule an der Außenseite an meinem vorderen Reifen, jetzt blieb jedoch keine Zeit mehr zum wechseln und er musste ein ganzes Rennen noch halten.
Um 8:50 starteten um die 50 Handbiker und Handbikerrinnen pünktlich beim Hamburg Marathon 2009, das Wetter war mit 16°C am Morgen ideal um eine ansehnliche Zeit zu fahren. Die erste Gruppe erreichte schnell ein Tempo von weit über 40 km/h, jedoch nach nur 2 Kilometern setzte sich eine Führungsgruppe um Bernd Jeffre ab. Ich hatte mir vor dem Rennen ausgerechnet, dass mein Durchschnittstempo nicht unter 32 km/h fallen durfte, da ich sonst meine Zeitvorgabe nicht erreichen konnte. Ich fuhr in einer Gruppe aus 7 oder 8 Fahrern und 3 Fahrerinnen, wo ich immer wieder mal die Führungsarbeit übernehmen konnte. Die Zusammenarbeit verlief außerordentlich gut und wir konnten das Tempo sogar so hoch halten dass Andrea Eskau und Dorothee Vieth, beides Olympiateilnehmer, nicht mehr mithalten konnten. Ich konnte 2 Fahrer ein Stück weit vor uns entdecken und so wurde das Tempo nochmals angezogen wobei wir 2 weitere Fahrer aus der Gruppe verloren. Bei dieser Aufholjagd hatte ich mich ein wenig übernommen und musste nun ein im hinteren Teil der Gruppe fahren. Einer der eingeholten Fahrer war das ehemalige Teammitglied Ulli Freitag der nun ein wenig die Regie im Fahrertross übernahm. Es wurden immer mal wieder Attacken gefahren jedoch konnten die aufgefahrenen Lücken immer wieder geschlossen werden. Ca. 3 Kilometer vor Ende des Rennens setzten sich Ulli, Thomas aus Dänemark und Wolfgang aus Österreich ab. Ich konnte leider nicht mehr gegenhalten und so müsste ich mich mit 30 Sekunden Rückstand geschlagen geben. Jedoch konnte ich die von mir selbst gesetzte Zeitmarke von unter 1:20:00 mit 20 Sekunden unterbieten.
Und wieder konnte ich mein Rennen trotz der kleinen Beule am vorderen Reifen ohne Pannen beenden und mein erreichtes Ergebnis stimmte mich glücklich.
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