HCT-Düsseldorf Marathon 2010
In diesem Jahr sollte alles besser laufen. Den am Rhein gelegene Parkplatz, mit den extra für die Handbiker reservierten Parkplätzen, konnten wir dank des vorausfahrenden Friedhelm Müller recht gut erreichen. Startnummer hatte ich mir vom befreundeten Athleten Michael Fromm mitbringen lassen, so musste ich nur mein Bike herrichten und konnte noch mit den anderen Bikern ein wenig Smaltalk halten. Das anbringen der Startnummern mit den Einwegchips zur Zeitbahme erwies sich als schwierig. Eigentlich sollten die mit der Startnummer zusammen am Heck des Bike angebracht werden. Andere wiederum losten die Chips ab und brachten diese an der Front des Bikes an. Ich entschied mich für die vorgeschriebene Variante, was sich später als Vorteil rausstellte.Der Blick nach oben und die Wettervorhersage versprach nichts Gutes für heute. Schon beim einsteigen ins Bike bekam ich die ersten Tropfen ab und wusste nicht genau ob ich Regenkleidung tragen sollte oder wollte. Ich entschied mich dagegen und stieg ins Bike ein um mir noch auf der abgesperrten Strecke die Muskulatur ein wenig aufzuwärmen. Fast 15 Kilometer legte ich zurück bevor ich mich in Richtung Startaufstellung machte Der Bambino-Lauf musste noch gestartet werden und dann waren wir Handbiker an der Reihe, schon in der Startaufstellung geht es manchmal ein wenig rau her und nicht jeder steht wo er stehen soll. Aber das ist auch nicht ganz so einfach von einem Startplatz mal eben auf einen anderen zu gelangen. Dann wurde noch eine Klasse von Kids gestartet die ihre Bahn verpasst hatte und beim eigentlichen Bambino Start nicht dabei war.
Die Spannung stieg und wir wurden von der First Lady Angelika Rüttgers durch den Startschuss ins Rennen geschickt.Wie schon in den vergangenen Jahren begleitet uns ein Begleitfahrzeug bis zum 3,2 Kilometer entfernten 180° Wendepunkt und gibt erst danach das Rennen frei. Wer denkt hinter dem Fahrzeug kann man sich ausruhen der hat sich in den Finger geschnitten, man sollte schon über 40 km/h fahren um noch einigermaßen dabei zu sein. Ich hatte den Start wie immer ein wenig verpatzt konnte aber einigermaßen schnell den Fehler wieder gut machen. Nach der Wende konnte ich Tempo machen und führte eine Gruppe von über zehn Fahrern an. Schnell war klar wir hatten eine harmonische arbeitende Gruppe, jeder versuchte sein Bestes und wir wechselten die Position an der Spitze regelmäßig. In diesem Jahr führte die Strecke wie nicht anders zu erwarten wieder über die Rheinbrücke und in diesem Jahr tat sie richtig weh. Ich konnte das Tempo der Gruppe nicht mitgehen, selbst Wolfgang Schattauer fuhr mir auf und davon. Meine Anstrangung war so groß, dass als oben angekommen war mich erst einmal über die rechte Schulter übergeben musste. Jetzt hatte das schöne Trikot ein paar rote Flecken und mir ging es direkt ein wenig besser. Bergab der Brücke konnte ich schnell wieder aufholen und sogar wieder an die Spitze fahren. Leider hatte sich an der winkeligen Streckenführung den oft schlechten Straßenverhältnisse und den vielen Straßenbahnschienen in Düsseldorf nichts geändert. In diesem Jahr kamen noch in regelmäßigen Abständen noch Kabelabdeckplanken aus Plastik dazu, diese waren zum Schutz der Zeitnahmeschleifen da und dienten uns Handbikern teilweise als Sprungschanzen. Wenn wir mit fast 40 Sachen über so ein Teil fuhren war schnell die Brille verrutscht und wer nicht aufpasste musste am nächsten Morgen zum Zahnklempner die Plomben richten lassen. In diesem Jahr verlief das Rennen ohne große Zwischenfälle, die Athleten in unserer Gruppe fuhren alle mit Verstand und die Kommunikation funktionierte einwandfrei. Meine Kraft reichte leider nicht bis zum Schluss des Rennens und so wurde ich fast an den Schluss der Gruppe durchgereicht.
Am Ende hatte ich eine Zeit von 1:21:26, immerhin nur 3 Minuten langsamer als im letzten Jahr. Es reichte für den 13. Platz und das Wetter hatte uns verschont, ich kam trocken ins Ziel-`was will man meh?
Es bleibt, wie schon oft erwähnt, eine sehr anspruchsvolle Strecke die immer wieder neue Überraschungen für die Handbiker zu bieten hat. In diesem Fall war es eine nicht einwandfrei funktionierende Zeitnahme.
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